Deufringer Gedenktafel entdeckt !

Die Deufringer Opfer des 2. Weltkrieges

Die Deufringer Opfer des 2. Weltkrieges

Schatzsucher, Historiker und Archäologen kennen das Glücksgefühl, etwas aus längst vergangener Zeit wieder zu entdecken, auszugraben und es ans Tageslicht zu befördern. Sei es ein versunkener Goldschatz, ein bedeutendes Schriftstück oder eine alte Grundmauer.

Einigen Mitgliedern des Heimatgeschichtsvereins Aidlingen erging es so, als sie sich 2014 auf den Tag des offenen Denkmals vorbereiteten und auf dem Dachboden des Deufringer Schlosses hinter altem Dachbodenplunder eine große eingestaubte Leinwand entdeckten. Auf der ca. 1,5 x 2 Meter großen und eingerahmten Tafel sind alle Gefallene und Vermisste des 2. Weltkrieges aus Deufringen verzeichnet. Einst hing die Leinwand mit den Namen und Gefallenendatums in der Deufringer St. Veit-Kirche. Diese wurde 1970/71 anlässlich einer Innenrenovierung abgehängt und auf den Dachboden des Schlosses gestellt. Nach der Renovierung wurde sie nicht wieder aufgehängt und geriet in Vergessenheit. Über 40 Jahre stand die Tafel nun unbeachtet auf dem Speicher.
Schnell war der Gedanke geboren, die Tafel wieder seiner eigentlichen Bestimmung zu verhelfen. Die Tafel wurde von Paul de Vooght, einem Vereinsmitglied, vorsichtig gereinigt, restauriert und die Schriftzüge nachgezogen. Danach machte sich der Eingangsfoyer des alten Deufringer Schul- und Rathauses und kann dort von der Öffentlichkeit begutachtet werden.
Der Heimatgeschichtsverein freut sich, der Gemeinde Aidlingen ein kleines Stückchen Geschichte zurückgegeben zu haben.