Adam Friedrich Koch ward am 26. Juni 1763 zu Ostdorf bei Balingen geboren und beschloß sein Leben am 17. März 1835 zu Lehenweiler, allda er auch einen guten Teil seiner wirksamen Jahre als Schulmeister verbrachte. Er gehörte jener alten Art württembergischer Dorfschullehrer an, die nicht allein die Jugend im Lesen, Schreiben und Rechnen unterwiesen, sondern mit Ernst und Fleiß auch über ihr enges Amt hinaus wirkten.
Zu Lehenweiler versah Koch das Lehreramt zuerst in den Jahren 1792 bis 1806, sodann wiederum seit 1826. In dieser stillen ländlichen Gemeinde wirkte er als ein Mann der Schule, dessen Sinn nicht bloß auf den täglichen Unterricht gerichtet war, sondern auch auf die Verbesserung desselben. So verfaßte er schon in früheren Jahren Lehr- und Rechenbücher, darunter ein Lehrbuch für Landschullehrer, womit er nützliche Anleitung für den Unterricht auf dem Lande zu geben suchte.
Doch blieb sein Streben nicht auf das Schulwesen beschränkt. Mit besonderer Neigung wandte er sich später den Altertümern und der vaterländischen Geschichte zu. Als eifriger Liebhaber alter Burgen und Schlösser sammelte und beschrieb er Nachrichten über dieselben und machte sich dadurch auch als Schriftsteller einen Namen. Sein bekanntestes Werk ist das im Jahre 1828 erschienene Sammelwerk Die Ritterburgen und Bergschlösser im Königreiche Württemberg, welches von heimatkundlichem Fleiß und romantischem Sinn gleichermaßen Zeugnis ablegt.
So steht Adam Friedrich Koch in der Erinnerung nicht nur als ein schlichter Dorfschullehrer, sondern als ein Mann, der Bildung, Schriftstellerei und Heimatforschung in sich vereinte. Für Lehenweiler bleibt er deshalb eine Gestalt von besonderem Ansehen, indem er dem Orte nicht allein durch sein Amt, sondern auch durch sein geistiges Wirken verbunden war.